Plön on the rocks 2018

Die Schüler rockten „Plön on the rocks“: 8,5 Meter hoch ist die Plöner Nordwand, an der sie kletterten. FOTOS: SANDRA BRINKMANN

Lauter gelbe Gipfelstürmer

„Plön on the rocks“: Zwölf Schülerteams traten an der Kletterwand der Gemeinschaftsschule gegeneinander an (

VON SANDRA BRINKMANN, KN, Kieler Nachrichten, Ostholsteiner Zeitung)

PLÖN. Hochbetrieb an der Plö- ner Nordwand: Gestern kra- xelten 36 Schüler aus Schles- wig-Holstein an der künstli- chen Kletterwand der Plöner Gemeinschaftsschule in der Schiffsthalhalle um die Wette. Die hatte anlässlich des dritten Geburtstags ihrer Trainings- anlage zum Wettbewerb na- mens „Plön on the rocks“ ein- geladen – Teil der neuen Schulkletterserie Schleswig- Holstein. Die Plöner Schüler mischten ganz vorne mit.

Zwölf Teams à drei Schüler traten an: vom Carl-Jacob- Burchardt-Gymnasium Lü- beck, der Lauenburgischen Gelehrtenschule Ratzeburg, vom Jürgen-Fuhlendorf-Gym- nasium Bad Bramstedt, der Stadtschule Travemünde (Grundschule), der Matthias- Leithoff-Schule Lübeck (För- derzentrum) und der Plöner Gemeinschaftsschule. Punkte sammelten sie nicht nur beim Klettern in der Wand, sondern zusätzlich in einem Geschick- lichkeits-Parcours.

„Das ist ein total toller Sport, der das ersetzt, was wir früher auf Bäumen gemacht haben.“ Jörn Hinrichsen, Sportlehrer und Konrektor

„Ich hatte Höhenangst. Die wollte ich loswerden. Jetzt klettere ich ganz nach oben“, berichtet die 14-jährige Melis- sa Berbig aus Plön stolz. 8,5 Meter ist die Plöner Nordwand hoch. Gesichert wird Melissa an diesem Tag von Mitschüler Dustin Runge. Er hält das Seil, an dem ihre Gesundheit hängt. „Das schweißt zusammen“, sagt Melissa. „Toprope“ heißt diese Sicherungsart. Das Seil ist am Routenende in einer Umlenkvorrichtung einge- hängt; der Partner am Boden hält das Seil während des Kletterns straff. Und weshalb mag Dustin diesen Klettersport so sehr? „Ich finde den Teamgeist cool.“

Melissa und Dustin gehören zu den 15 Schülern der Kletter-AG der Gemeinschaftsschule. Sportlehrer Jörn Hinrichsen trainiert sie einmal pro Woche. „Klettern kommt bei uns gut an. Die Schüler rennen uns die Bude ein“, sagt der Konrektor der Plöner Schule. Hinrichsen: „Das ist eben ein total toller Sport, der das ersetzt, was wir früher auf Bäumen gemacht haben.“ Klettern bilde den ganzen Körper aus – und auch den Geist. „Es fördert Team- geist und Verantwortungsbewusstsein“, unterstreicht der Plöner Pädagoge.

Letzte Vorbereitung vor dem Aufstieg: Dustin Runge und Melissa Berbig sind ein Team, das sich vertraut.

Die Lauenburger siegten, die Gastgeber schafften Platz zwei.

Das sind alles Gründe dafür, weshalb Hinrichsen und seine Kollegen aus den anderen Schulen Sportklettern noch populärer machen wollen. Auch über ihre Schulkletterserie, die in diesem Schuljahr zum ersten Mal läuft. Das erste Treffen war in Ahrensburg, das letzte ist im April in Lübeck. Im nächsten Schuljahr soll die Serie fortgesetzt werden, versprechen Hinrichsen und seine Mitstreiter. Eine Gesamtwertung gibt es nicht; die Teilnehmer variieren. Gestern aber gab es einen Sieger: das Team III der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Und auf Platz zwei? Da landeten die Gastgeber: Momme Schmäschke, Elina Senatov und Hanne Rose (Team I, Gemeinschaftsschule Plön). Sie waren auch die schnellsten im Parcours. Team II aus Plön wurde Fünfter, Team III Achter. Schon in Ahrensburg hatte ein Plöner Team den zweiten Platz ergattert.

„Das fördert das Verantwortungsbewusstsein“: Jörn Hinrichsen leitet die Kletter-AG an der Plöner Gemeinschaftsschule.

Das Siegerteam wurde mit Tageskarten für das Kletterzentrum in Lübeck belohnt. Für alle Teilnehmer gab’s ein gelbes T-Shirt (gesponsert von
 der Förde Sparkasse), mit dem Logo der Plöner Nordwand auf dem Rückenteil. Die Shirts hatte Jörn Hinrichsen mit seiner AG auf einer schuleigenen Maschine selbst bedruckt.

 

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