„Beruficus“ gibt Einblick in die Berufswelt

Tobias Falk (re.) lässt sich bei der Stadt Plön von Schwimmmeister Torsten Timm (2.v.re.) zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ausbilden und erzählte den Schülern davon. Orly Röhlk

PLÖN Jugendliche der Plöner Schule am Schiffsthal und junge Erwachsene des Gymnasiums Schloss Plön (GSP) haben einmal im Jahr Gelegenheit, sich bei Plöner Betrieben über Berufe zu informieren. „Beruficus“ heißt die Messe in den Räumen der Gemeinschaftsschule, die vor sieben Jahren von beiden Schulen erfunden wurde und jeweils knapp 500 junge Menschen anzieht. Die Messe ist für Gemeinschaftsschüler der 8. bis 10. Klassen verpflichtend. „Mit 23 Ausstellern haben wir angefangen, jetzt sind wir bei 40“, sagte Stefan Kuberski, Lehrer für Berufsorientierung in der Schule am Schiffsthal. Ziel sei es, Kontakte vor Ort zu knüpfen. Viele Praktika und Lehrstellen seien so im Laufe der Jahre vermittelt worden.

„Das ist die beste Werbung für den Ort, wenn die Schüler hier bleiben und eine Ausbildung machen können“, lobte Bürgermeister Lars Winter das Angebot. Er machte sich ein Bild von der Vielfalt der Betriebe vom Handwerk über Industrie und Dienstleister bis zu Verwaltungen und Universitäten. „Selbst die Stadt Eutin kommt zu uns, um zu werben, grüne Berufe wie Gärtner, Florist oder Garten- und Landschaftsbau fehlen leider, ansonsten ist alles vertreten“, meinte Kuberski, der damals die Idee mit seiner Kollegin Heike Holm (für sie ist heute Melanie Krüger dabei) sowie Karin Romming, Mittelstufenleiterin am GSP und Dorit Hansen (VR Bank) aus der Taufe hob.

Auch Auszubildende der Stadt Plön waren dabei und erzählten von ihrer Lehre. So wie Philine von Krosigk und Julia Maaßen, die Kauffrauen für Tourismus und Freizeit werden wollen. Tobias Falk lässt sich im Plön-Bad von Schwimmmeister Torsten Timm zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ausbilden. 16 Jahre habe er in Frankreich gelebt und sei Rettungsschwimmer bei der DLRG, erzählte der 18-Jährige gebürtige Ascheberger. Sein Beruf sei sehr abwechslungsreich – vom Babyschwimmen über Schwimmkurse und Aquafitness bis zum wöchentlichen Spielenachmittag und Aufsichtsdienst.

Einige Räume weiter informierten sich Amelie Bourvé und Anita Augustin über medizinische Berufe. Berufsberaterin Nina Meißner fragte nach den Vorstellungen der beiden 16-jährigen Gymnasiastinnen. Amelie engagiert sich ehrenamtlich im Jugendrotkreuz und möchte sich beruflich auf Sanitätsdienst spezialisieren. „Ich brauche einen Beruf, in dem ich mich wohlfühle und Geld verdienen kann“, wollte Amelie Näheres über die Ausbildung zum Rettungsassistenten wissen. Meißner zählte mehrere Schulen auf, die für eine Ausbildung infrage kämen. Auch ein duales Studium sei möglich. Mittlerweile gebe es eine Ausbildungsvergütung, Gebühren seien abgeschafft, teilte die Beraterin den Jugendlichen noch mit. oro

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